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Tiermodelle

Grundlagenforschung in Mausmodellen für Typ-1-Diabetes
Grundlagenforschung ist für die Aufklärung der Ursachen von Erkrankungen und zur Entwicklung von Therapien absolut notwendig. Bereits seit vielen Jahren führt die Arbeitsgruppe um Prof. Anette-Gabriele Ziegler Studien in Mausmodellen durch. Das bekannteste Modell für Autoimmundiabetes ist das so genannte non-obese diabetic (NOD)-Mausmodell. Diese Mäuse entwickeln spontan Autoantikörper und Diabetes und die Krankheitsentstehung ist der im Menschen sehr ähnlich. In diesem Modell wurde besonders der Einfluss von Nahrungsfaktoren untersucht und es konnten Lebensmittelkomponenten identifiziert werden, die an der Diabetesentstehung im Menschen und im Tiermodell beteiligt sind. Die Ergebnisse dieser Studien wurden bereits auf Therapieansätze zur Diabetesprävention bei Kindern übertragen. Darüber hinaus eignet sich dieses Modell hervorragend, um die Entstehung von Autoantikörpern und deren Einfluss auf die Zerstörung der Insulin produzierenden Betazellen zu untersuchen. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang Studien mit Autoantikörpern und genetischen Faktoren, die von weiblichen Mäusen während der Trächtigkeit auf ihre ungeborenen Babys übertragen werden. Neuere Studienansätze beschäftigen sich mit den Zellen des Immunsystems, die an der Entstehung von Autoimmundiabetes beteilig sind. Dazu wird ein Mausmodell herangezogen, in dem die Entwicklung von Diabetes ganz gezielt gesteuert werden kann (RIP-CD80-Mausmodell). Derzeit werden in diesem Modell Studien durchgeführt, um die Proteine auf den Insulin produzierenden Betazellen (die so genannten Autoantigenen) zu identifizieren, gegen die die Immunzellen bei der Entwicklung von Typ-1-Diabetes gerichtet sind. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen sollen helfen, die ersten Reaktionen des Immunsystems bei der Diabetesentstehung zu verstehen. Für weitere Informationen melden Sie sich bitte bei Dr. Kerstin Adler, Tel. 089 / 3187 3906, E-Mail: kerstin.adler(at)lrz.uni-muenchen.de.